Was kann die Schädigung chronisch-entzündeter Gelenke bremsen?
Chronisch-entzündliche Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen werden seit Jahrhunderten behandelt: zunächst nur physikalisch mit Kälte oder Wärme, dann mit schmerzstillenden und entzündungshemmenden Medikamenten. All das linderte die akuten Beschwerden, änderte aber nichts am Fortschreiten der chronischen Erkrankung bis hin zur Zerstörung der befallenen Gelenke.
Erst als Ärzte und Grundlagenwissenschaftler immer mehr Erkenntnisse über Entzündungsvorgänge gewonnen hatten und begannen, die immunologischen Abläufe zu verstehen, konnten Medikamente entwickelt werden, die die Kettenreaktion der Autoimmun-Entzündung unterbrechen. Diese Medikamente sind biotechnologisch hergestellte Proteine (Eiweißstoffe) und werden als „Biologika“ bezeichnet. Sie können sehr gezielt in bestimmte Entzündungsprozesse des Immunsystems eingreifen und nachweislich das Fortschreiten der Gelenkzerstörung aufhalten oder zumindest verringern.
Neuer Therapieansatz 