Wie kann man rheumatoide Arthritis behandeln?

Die Rheumatoide Arthritis ist bisher leider nicht heilbar, lässt sich aber in ihrem Verlauf positiv beeinflussen: Wird sie rechtzeitig diagnostiziert und konsequent behandelt, können Spätschäden an den Gelenken verzögert oder sogar verhindert werden.

Während bis vor wenigen Jahren nur die Symptome behandelt werden konnten, setzen Ärzte heute frühzeitig Medikamente ein, die die Symptome, wie Schmerzen und Schwellungen, bis hin zur Beschwerdefreiheit lindern und zusätzlich den natürlichen Krankheitsverlauf mit den charakteristischen Gelenkzerstörungen aufhalten können. Man nennt dieses Therapieziel Remission.

Medikamente, die die Beschwerden lindern:

  • NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika) und selektive COX 2-Hemmer: Entzündungshemmer ohne Kortison
  • Kortison: starker Entzündungshemmer, unterdrückt das Immunsystem

Medikamente, die die Beschwerden lindern und zusätzlich den Verlauf der Erkrankung beeinflussen:

  • Basistherapeutika (DMARDs): Sammelbezeichnung für verschiedene Medikamente, die zur Langzeittherapie eingesetzt werden und auf unterschiedliche Weise wirken. DMARDs sind z.B. Methotrexat, Sulfasalazin, Leflunomid, Ciclosporin, Hydroxychloroquin
  • Biologika: Gentechnisch hergestellte Proteine mit anti-entzündlichem Effekt, die gezielt in das Immunsystem eingreifen. Wichtigste Gruppe: TNF%alpha;-Blocker

Weitere Maßnahmen:

Je nach Beschwerden und Stadium der Rheumatoiden Arthritis können neben Medikamenten auch andere Behandlungsverfahren in Frage kommen, so z.B. operative Entfernung der entzündeten Gelenkinnenhaut (Synovektomie), Gelenkersatz durch eine Endoprothese oder Verödung der chronisch-entzündeten Gelenkinnenhaut mit Isotopen (Radiosynoviorthese).

Darüber hinaus können durch Wärme, Kälte, Krankengymnastik, Bäder, Massagen etc. die Beschwerden gelindert und die Beweglichkeit erhalten werden.