Wie wird die Psoriasis-Arthritis diagnostiziert?

Die Diagnose einer Psoriasis-Arthritis ist manchmal schwierig, da die Hautveränderungen der Schuppenflechte bei einigen Patienten sehr schwach und nicht auf den ersten Blick zu erkennen sind. Zudem können die Beschwerden denen bei Rheumatoider Arthritis oder Ankylosierender Spondylitis sowie anderen Gelenkerkrankungen ähneln, so dass die Abgrenzung von diesen beiden Erkrankungen Probleme bereiten kann. [1] Daher wird die Psoriasis-Arthritis häufig erst sehr spät und vermutlich insgesamt zu selten diagnostiziert.

Zur Diagnose führen:

  • Genaue Befragung, insbesondere zur Psoriasis (Schuppenflechte), auch bezüglich Fällen in der Verwandtschaft
  • Körperliche Untersuchung, insbesondere der Gelenke und der Wirbelsäule
  • Exakte Analyse, welche Gelenke befallen sind (Gelenkbefallsmuster)
  • Labortests, vor allem Blutsenkungsgeschwindigkeit und C-reaktives Protein als Entzündungsmarker, wobei diese bei einigen Patienten trotz starker Gelenkentzündung nicht erhöht sind
  • Leichte Erhöhung der Harnsäurewerte im Blut (bei etwa 20% der Patienten)
  • Kein Rheumafaktor im Blut
  • Röntgen, Sonographie (Ultraschall), Szintigraphie und Kernspintomographie als Bildgebende Verfahren
1
Zeidler H, Zacher J, Hiepe F (Hrsg). Interdisziplinäre klinische Rheumatologie. 2. Aufl. Heidelberg. Springer 2008, 553.